Manuelle Lymphdrainage

Das Lymphgefäßsystem ist ein Nebenabfluß zum Venensystem. Es beginnt in der Peripherie im Zwischenzellgewebe und endet bzw. mündet beidseits am Hals in die großen Venen. Als Filter sind Lymphknoten zwischengeschaltet.

Die Aufgaben

  • Immunabwehr, v.a. in den Lymphknoten
  • Drainage = Abtransport der Zwischenzellflüssigkeit und der Stoffe, die wegen ihrer Größe nicht in die feinen, engen Blutgefäße aufgenommen werden können, z.B. Eiweiße, Fette, Stoffwechselprodukte

Ist das Lymphsystem alleine nicht mehr in der Lage, den Transport zu gewährleisten, bilden sich Ödeme = Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Diese Ödeme werden bei der Manuellen Lymphdrainage durch sanfte, kreisförmige Bewegungen in Richtung des normalen Lymphflusses abtransportiert.

Ursachen für Störungen sind z.B.:

  • Entfernung von Lymphknoten, v.a. bei Tumoroperationen
  • bei Gewebeverletzungen mit Narbenbildung, auch nach Operationen
  • venöse Schwäche, bei schwachem Bindegewebe oder nach langem Stehen
  • angeborenes Lymphödem: es sind zuwenig Lymphgefäße angelegt oder sie sind zu klein
  • Lipödem, dabei lagert sich Wasser in den Fettzellen ein

Damit der Effekt der Behandlung erhalten bleibt, sollte das entsprechende Körperteil anschließend gewickelt werden oder ein Kompressionsstrumpf getragen werden.